OUTPUT

VORWORT

Im Rahmen der transalpinen Fahrradtour ‘Climate Rally’ radelten junge Klimaaktivist*innen aus Deutschland, Österreich und Italien von München über Innsbruck nach Mailand, um ein Zeichen für nachhaltige Transportmittel zu setzen. Das ambitionierte Radfahrer*innenteam sammelte im Zuge der Radtour von 16. bis 26. September 2021 Ideen und Forderungen junger Menschen, diskutierte mit Entscheidungsträger*innen, NGOs und Wissenschaftler*innen, beschäftigte sich mit existierenden Lösungsansätzen und identifizierten Stolpersteine in der Transition zur nachhaltigen Mobilität. In München, Innsbruck und Mailand erregten die Klimaaktivist*innen im Rahmen organisierter Events Aufmerksamkeit für ihre Mission um für die Dringlichkeit der Verkehrswende Bewusstsein zu schaffen. Auf social media berichteten die Radler*innen live über ihre Erlebnisse und Erkenntnisse. Die Notwendigkeit des sofortigen Übergangs zu klimafreundlichem Verkehr ist ebenfalls ein Kernthema der diesjährigen COP26 welche im November 2021 in Glasgow stattfindet. Ein Teil des Teams wird an der Konferenz teilnehmen und die Stimme der Jugend zur COP26 bringen. Des Weiteren wurden Erfahrungen und Erkenntnisse im folgenden Output-Paper niedergeschrieben sowie in Form eines Dokumentationsfilms visuell aufbereitet, um die erzielte Sensibilisierung für das Thema weiterwirken zu lassen. Im Rahmen der lokalen Jugendklimakonferenzen (Local Conferences of Youth – LCOY) werden die Climate Rally und ihre Ergebnisse präsentiert um junge Menschen zu motivieren, im Kampf der Klimakrise aktiv zu werden.
Die Realisierung des Projekts ermöglichte der unermüdlicher Einsatz der Organisationsteams der LCOYs aus Deutschland, Österreich und Italien. LCOYs sind die regionalen Ableger der globalen Conference of Youth, der Veranstaltung, die Jugendliche im Vorfeld der COPs zusammenbringt, und finden auf allen Kontinenten in mehr als 25 Ländern statt. Ziel der LCOYs ist es, der Jugend in der Klimaschutzdiskussion eine Stimme zu geben und ein aktives Engagement zur Bekämpfung der Klimakrise anzuregen. Gesponsert und damit erst ermöglicht wurde die Climate Rally von der italienischen Tourismus-Agentur ENIT. Ideell wurde von der britischen und italienischen Botschaft unterstützt. Überdies erhielten die jungen Klimaaktivist*innen Unterstützung von der zweiten Münchner Bürgermeisterin Katrin Habenschaden, vom britischen Generalkonsul Simon Kendall sowie vom italienischen Generalkonsul in München Enrico de Agostini, von Prof. Dr.-Ing. Silja Hoffmann des Instituts für Verkehrswesen der Bundeswehruniversität München, von Dr. Martin Schreiner, dem Mobilitätsstrategen der Stadt München, von Rauno Fuchs, dem stellvertretenden Vorsitzenden des ADFC Bayern, vom Bürgermeister von Bad Wiessee Robert Kühn, vom Innsbrucker Bürgermeister Georg Willi, die Geschäftsträgerin der britischen Botschaft in Österreich Nerys Jones sowie den italienischen Honorarkonsul Dottore Herbert Schöpf, von Stefano Fattor, dem Stadtrat für Mobilität in Bozen, Johanna Ramoser, Stadträtin für Tourismus sowie von Roland Buratti, dem Präsident des Verkehrsamtes Bozen. Danke an all jene, die sich für die Realisierung der Climate Rally eingesetzt haben und ihrer Mission Aufmerksamkeit geschenkt haben. Wir sind überzeugt, dass die gewonnene Motivation durch die Überquerung der Alpen mit einem dringlichen Ziel dabei unterstützen wird, die Mobilitätswende zu ermöglichen.

DANKE

Unsere Forderungen

Wir fordern ein Tempolimit von 30 km/h in Städten und Kommunen, um Unfälle zu reduzieren und die Geschwindigkeiten von Fußgänger*innen, Radfahrenden und Autofahrenden anzugleichen.
Auch auf Autobahnen ist ein Tempolimit von 130 km/h essentiell, um die Umweltbelastung und die Verkehrstoten zu reduzieren
Wir fordern ein Tempolimit von 30 km/h in Städten und Kommunen, um Unfälle zu reduzieren und die Geschwindigkeiten von Fußgänger*innen, Radfahrenden und Autofahrenden anzugleichen.
Auch auf Autobahnen ist ein Tempolimit von 130 km/h essentiell, um die Umweltbelastung und die Verkehrstoten zu reduzieren
Mit „Tempo 30“ in Städten wird auch die Umsetzung von Shared Spaces leichter. Wir fordern Straßen, in denen Autos, Fahrräder und Fußgänger*innen sich rücksichtsvoll und gleichberechtigt den zur Verfügung stehenden Raum teilen

Für eine gerechte Flächenverteilung muss dem Auto Platz entzogen und an die Fußgänger*innen und Radfahrenden zurückgegeben werden

Für eine gerechte Flächenverteilung muss dem Auto Platz entzogen und an die Fußgänger*innen und Radfahrenden zurückgegeben werden

Naherholungsgebiete um große Städte herum kämpfen häufig mit einem erhöhten Parkaufkommen. Durch strengere Parkkontrollen, Echtzeitanzeigen des verfügbaren Parkraums und hohe Parkkosten soll der motorisierte Individualverkehr unattraktiver und teuerer gemacht werden, um die Umwelt zu entlasten

Um den Fahrradverkehr besser zu gestalten sind vorgezogene Aufstellflächen, großzügige Markierungen und separate Ampelschaltungen nötig
Um den Fahrradverkehr besser zu gestalten sind vorgezogene Aufstellflächen, großzügige Markierungen und separate Ampelschaltungen nötig

Um gut zwischen nachhaltigen Transportmitteln wechseln zu können ist beispielsweise eine einfachere Mitnahme von Fahrrädern in Zügen essentiell. Hierfür muss in den Zügen mehr Platz für Fahrräder geschaffen werden und die Buchung von Fahrradtickests vereinfacht werden

Unsere Forderungen

Wir fordern ein Tempolimit von 30 km/h in Städten und Kommunen, um Unfälle zu reduzieren und die Geschwindigkeiten von Fußgänger*innen, Radfahrenden und Autofahrenden anzugleichen.
Auch auf Autobahnen ist ein Tempolimit von 130 km/h essentiell, um die Umweltbelastung und die Verkehrstoten zu reduzieren
Mit „Tempo 30“ in Städten wird auch die Umsetzung von Shared Spaces leichter. Wir fordern Straßen, in denen Autos, Fahrräder und Fußgänger*innen sich rücksichtsvoll und gleichberechtigt den zur Verfügung stehenden Raum teilen

Für eine gerechte Flächenverteilung muss dem Auto Platz entzogen und an die Fußgänger*innen und Radfahrenden zurückgegeben werden

Naherholungsgebiete um große Städte herum kämpfen häufig mit einem erhöhten Parkaufkommen. Durch strengere Parkkontrollen, Echtzeitanzeigen des verfügbaren Parkraums und hohe Parkkosten soll der motorisierte Individualverkehr unattraktiver und teuerer gemacht werden, um die Umwelt zu entlasten

Um den Fahrradverkehr besser zu gestalten sind vorgezogene Aufstellflächen, großzügige Markierungen und separate Ampelschaltungen nötig

FINANZIERUNG

Die Italienische Zentrale für Tourismus ENIT, mit Hauptsitz in Rom und 28 Vertretungen weltweit, ist als nationale Tourismusagentur im Auftrag der italienischen Regierung für die internationale Promotion des Reiselandes Italien zuständig. 2019 hat ENIT ihr 100-jähriges Bestehen gefeiert. In Kooperation mit den diplomatischen Vertretungen und den italienischen Institutionen wie den Kulturinstituten, der Agentur für Außenhandel, den Handelskammern, sowie den 20 italienischen Regionen, realisiert ENIT weltweit zahlreiche Initiativen zur Tourismusförderung. Auch in den verschiedenen Märkten arbeitet ENIT zusammen mit privaten und öffentlichen Partnern, mit Reiseveranstaltern, Reisebüros, Journalisten und Reisebloggern, um die Vielfalt des italienischen Reiseangebots in den unterschiedlichen Zielgruppen bekannt zu machen. Die Initiativen, zu denen Messeauftritten, Werbe- und Kommunikationskampagnen, Roadshows und Events gehören, ebenso wie die Organisation von Fam-Trips, Pressereisen und Educational Tours richten sich sowohl an B2B als auch an B2C. Gerade in den traditionellen Quellmärkten liegt der Fokus der Promotion auf der Konsolidierung sowie der Bewerbung von Nischenprodukten unter der Berücksichtigung aktueller Trends. Im deutschsprachigen Raum ist ENIT mit Büros in Frankfurt, München, Wien und Zürich vertreten.

TAG 1 – München

Wie wird man den vielen Interessen in der Großstadt gerecht?

Den Auftakt der Climate Rally bildete ein hochkarätiges Symposium zur Mobilität in der Großstadt im Allgemeinen und in München im Besonderen. Am Podium diskutierten ein Fahrradlobbyist, ein leitender Verwaltungsangestellter und eine Professorin für Verkehrssysteme; mit dabei waren die zweite Bürgermeisterin Münchens und der britische und der italienische Generalkonsul, die uns beide einen Teil der Strecke am Fahrrad begleiteten. Während der Diskussion schälten sich bereits zentrale Konzepte für den Stadtverkehr der Zukunft heraus, die größtenteils von allen anwesenden ExpertInnen geteilt wurden: Ausweitung der Tempo-30-Zonen und “Shared Spaces” sind konkrete Beispiele. Als Herausforderungen wurden restriktive Bundesgesetze sowie eine verzerrte Wahrnehmung der wahren Kosten des Autoverkehrs genannt. Klare Kommunikation und Mobilitäts-Marketing seien Instrumente, um ein Umdenken in der Bevölkerung zu erreichen.
QUOTE OF THE DAY „Action is required now!“– Simon Kendall